Wein und Essen
Also, mich schüttelt es richtig wenn ich mir zum Essen eine Limonade vorstelle. Es sollte für mich entweder gar kein Getränk oder zumindest Wasser sein. Wein zum Essen muß eigentlich sein!
Oft wird Wein nur während der Mahlzeiten getrunken und selten für sich alleine. Bei uns ist es so nicht Tradition, es gibt nicht bei jeder Mahlzeit Weiun, dafür aber oft auch Wein ohne Mahlzeit. Wo die ganze Aufmerksamkeit dem Wein gehört.
Der Normalfall ist, dass man zuerst das Gericht festlegt und dann den Wein dazu aussucht. Hier eilt im Restaurant oft der Sommelier zur Hilfe. Die Weinfreaks machen es oft umgekehrt, die bestellen einen spannenden – meist wertvollen – Wein und bestellen das Gericht dazu. Auch bei uns Weinleuten ist es oft so: es ist schlicht die Neugier! Wenn man eine Geschmacksrichtung aussucht dann fällt die Wahl normalerweise auf einen harmonisierenden Wein. Nur was ist harmonisch und passend? Damit werde ich mich unten ausführlicher beschäftigen.
Selten wird man einen kontrastierenden Wein aussuchen, obwohl das auch seinen Reiz haben könnte. Warum man selten den total kontrastierenden Wein aussucht hat seinen guten Grund. Stellen sie sich ein Extrem vor: eine gekochte Forelle mit einer Trockenbeerenauslese oder mit einem tanninbetonten kräftigen Rotwein.
Wein hat eine extrem große Vielfalt an Ausprägungen: vom schlanken, säurebetonten und primärfruchtigen Riesling bis zum lagergereiften edelsüßen Wein
Eine Schwierigkeit ist oft, dass man nicht zu jedem Gericht am Tisch eine passende Flasche Wein ordern kann sondern eine Flasche mehrere Gerichte begleiten muss – außer es ist glasweise eine attraktive Auswahl verfügbar. Daher wird sich die Weinauswahl pragmatischerweise nach den Hauptspeisen richten.Da sind wir auch schon bei der Käse-Nachspeise. Den korrespondierenden Wein zu einem Käse wird man doch finden. Nur wer hat nur einen Käse auf dem Teller? Meist sind es mehrere. Nennen wir auch hier die extremen Ausprägungen. Sie gehen vom säurereichen aber sonst eher neutralen Frischkäse bis zum Roquefort.
Etwas einfacher ist es bei der süßen Nachspeise. Wenn sie eindeutig ausgeprägt ist, dann lässt sich aus dem Bereich der Weine mit Restsüße einiges finden. Nur sind Weinkarten bei diesen eher schmal sortiert. Schwierig wird es dann, wenn der Koch Extremes auf den Teller bringt, wie Früchte und Schokolade.
Ich merke ich relativiere viel. Sie wollen sicher Konkretes. Ein abolut sicheres Pairing gibt es nicht, dazu sind die Geschmäcker zu verschieden. Im Shop ist bei jedem unserer Weine ein Datenblatt hinterlegt, wo wir Empfehlungen abgeben. Das ist hoffentlich hilfreich. Anderenfalls fragen Sie bitte ihren Sommelier des Vertrauens.
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